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Die 4 C im Ăśberblick

Die 4 C (Cut, Colour, Clarity und Carat, also Schliff, Farbe, Reinheit und Karat) wurden in den 1940er-Jahren vom Gemological Institute of America (GIA) eingefĂĽhrt und sind bis heute der weltweite Standard zur Bewertung der Diamantqualität. Jedes C wird auf einer eigenen Skala bewertet: 

  • Schliff: von Excellent bis Poor auf der GIA-Skala und von Ideal bis Poor auf der Skala des International Gemological Institute (IGI) 
  • Farbe: von D (farblos) bis Z (hellgelb oder bräunlich) 
  • Reinheit: von Flawless (FL, lupenrein) bis Included (I3) 
  • Karat: gemessen in metrischen Karat, wobei ein Karat 200 Milligramm entspricht

Schliff

Der Schliff bestimmt, wie wirkungsvoll die Facetten eines Diamanten mit dem Licht zusammenspielen und so seine typische Brillanz und sein Funkeln erzeugen. Anders als andere Merkmale, die während des Wachstums entstehen, hängt die Schliffqualität vom Können und der Präzision des Diamantschleifers ab. Ein meisterhaft geschliffener Diamant reflektiert optimale Brillanz, zerlegt das Licht in lebendige Farben (das sogenannte Feuer) und erzeugt beim Bewegen ein lebhaftes Funkeln (die Szintillation).

Das GIA bewertet den Schliff von Excellent bis Poor, je nachdem, wie gut die Proportionen die Lichtwirkung zur Geltung bringen. Ein Diamant mit Excellent-Schliff gibt nahezu das gesamte einfallende Licht zurück und wirkt dadurch aussergewöhnlich strahlend. Bei einem Poor-Schliff entweicht das Licht dagegen durch den Pavillon (die Unterseite), und der Diamant wirkt matt, unabhängig von seinen übrigen Qualitäten.

Farbe

Bei der Diamantfarbe geht es um die Abwesenheit von Farbe: Vollkommen farblose Diamanten sind die wertvollsten und seltensten. Die GIA-Farbskala reicht von D (farblos) bis Z, wobei jeder Buchstabe eine leicht stärkere Färbung bezeichnet. Diamanten ausserhalb dieser Skala, etwa in kräftigem Rosa oder Blau, gelten als «Fancy Colored» und werden anders bewertet.

Je höher das Karatgewicht, desto sichtbarer wird die Farbe. Deshalb ist die Farbstufe bei grösseren Diamanten besonders wichtig. Bei der Wahl der Farbe sollten Sie neben dem Budget Folgendes berücksichtigen:

  • Die gewählte Fassung (Gelbgold kann fast farblose Diamanten weisser wirken lassen)
  • Die Grösse des Diamanten (bei grösseren Steinen ist die Farbe leichter zu erkennen)
  • Die Form des Diamanten (Treppenschliffe wie Smaragd und Asscher zeigen mehr Farbe als Brillantschliffe, die Farbe durch ihre starke Lichtbrechung kaschieren)

Reinheit

Die Reinheit beschreibt, wie frei ein Diamant von Einschlüssen (inneren Merkmalen) und äusseren Makeln ist. Die GIA-Reinheitsskala reicht von Flawless (lupenrein) bis Included. Die meisten Diamanten liegen dazwischen und haben mikroskopisch kleine Einschlüsse, die ihre Schönheit nicht beeinträchtigen.

Wie stark sich Einschlüsse auswirken, hängt von ihrer Grösse, Anzahl und Lage ab. Die Position ist dabei so wichtig wie die Grösse: Ein Einschluss direkt unter der Tafel (der obersten Facette) fällt mehr auf als einer, der nahe der Rundiste (dem Rand) verborgen ist. Deshalb ist jede Reinheitsbewertung individuell, und es lohnt sich, Diamanten einzeln zu betrachten, statt sich allein auf das Zertifikat zu verlassen.

Actual Diamond Size on Size 6 Hand
0.25 CT
2.00
4.00 CT

Karat

Karat ist die Masseinheit für das Gewicht eines Diamanten; ein Karat entspricht 200 Milligramm (etwa das Gewicht einer Büroklammer). Wichtig zu wissen: Zwei Diamanten mit gleichem Karatgewicht können je nach Form und Schliff unterschiedlich gross wirken. Ein gut geschliffener Diamant nutzt Oberfläche und Lichtwirkung optimal und wirkt oft grösser als ein schlecht geschliffener Stein gleichen Gewichts.

Für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis lohnen sich Diamanten knapp unter den beliebten Gewichtsgrenzen (0,9 statt 1,0 Karat, 1,9 statt 2,0 Karat): Der Preis sinkt dort oft deutlich, ohne dass ein Grössenunterschied sichtbar ist.

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Diamantform

Die Form beschreibt den Umriss eines Diamanten von oben gesehen und ist nicht mit dem Schliff zu verwechseln, der die Anordnung der Facetten beschreibt. Die beliebteste Form ist nach wie vor der runde Brillant; alle anderen Formen (etwa Smaragd, Marquise, Oval oder Princess) gelten als «Fancy Shapes».

Jede Form hat ihre eigenen VorzĂĽge: Smaragdschliffe erzeugen einen eleganten Spiegelsaal-Effekt, ovale und Marquise-Formen lassen Finger schlanker wirken, und Princess-Schliffe bieten brillantes Funkeln in einer modernen quadratischen Silhouette.

Neben der Optik spielen bei der Wahl der Form auch praktische Ăśberlegungen eine Rolle:

  • Preis (Fancy Shapes kosten meist weniger als runde Brillanten vergleichbarer Qualität)
  • Haltbarkeit (spitze Ecken bei Marquise-, Tropfen- und Princess-Schliffen sollten durch eine schĂĽtzende Fassung vor Absplitterungen bewahrt werden)
  • Wirkung (längliche Formen wie Oval und Marquise wirken pro Karat oft grösser als runde Brillanten, da ihre Oberfläche grösser ist)
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Diamantgrösse

Die Diamantgrösse ist nicht dasselbe wie das Karatgewicht, auch wenn beides oft verwechselt wird. Sie bezeichnet die tatsächlichen Abmessungen und die sichtbare Präsenz eines Steins, meist in Millimetern an der breitesten Stelle gemessen.

Achten Sie deshalb auf die tatsächlichen Millimetermasse statt nur auf das Karatgewicht. Ein klassischer runder Brillant mit 1 Karat misst etwa 6,5 mm im Durchmesser, während ein gut geschliffener Oval- oder Marquise-Diamant gleichen Gewichts durch seine längliche Form grösser wirken kann.

Bei Verlobungsringen beeinflusst auch die Fassung, wie gross ein Diamant wirkt: Ein Halo (kleine Diamanten rund um den Hauptstein) lässt ihn grösser erscheinen, während eine Kathedralfassung den Stein erhöht und betont.

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Arten von Diamanten

NatĂĽrliche Diamanten

Natürliche Diamanten entstehen über Milliarden von Jahren tief im Erdinneren unter extremer Hitze und extremem Druck. Sie bestehen zu fast 99,95 % aus Kohlenstoff und sind damit der einzige Edelstein aus einem einzigen Element. Sie sind das härteste natürlich vorkommende Material der Erde, und Diamanten in Edelsteinqualität gehören zu den begehrtesten überhaupt. Wegen ihrer begrenzten Menge werden natürliche Diamanten seit jeher für ihren beständigen Wert geschätzt und von Generation zu Generation weitergegeben.

Labordiamanten

Labordiamanten sind optisch, chemisch und physikalisch identisch mit natĂĽrlichen Diamanten. Der Unterschied liegt allein in ihrer Herkunft: NatĂĽrliche Diamanten entstehen in der Erde, Labordiamanten werden von Fachleuten mit spezieller Technik gezĂĽchtet. Ein weiterer Unterschied ist der Preis: Da Labordiamanten weniger selten sind, sind sie oft deutlich erschwinglicher.

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Tipps zu den 4 C: So finden Sie Ihre perfekte Kombination

Der perfekte Diamant ist eine Balance zwischen den 4 C und dem, was Ihnen am wichtigsten ist. So beraten wir unsere Kundinnen und Kunden in Antwerpen:

1. Setzen Sie Ihre Priorität. Ist Ihnen das Funkeln am wichtigsten, steht der Schliff an erster Stelle. Zählt vor allem die Grösse, können Sie bei Farbe oder Reinheit etwas nachgeben und dafür mehr Karat wählen. Es gibt nicht die eine richtige Kombination; Ihr Geschmack entscheidet.

2. Finden Sie den Sweet Spot. Für unsere Kollektionen verwenden wir Farbe D und Reinheit VVS. Bei Tailor-Made-Stücken helfen wir Ihnen, die Balance zwischen Qualität und Budget zu finden. Die Farben G bis H wirken für das blosse Auge weiss, und die Reinheit VS ist in der Regel augenrein.

3. Wählen Sie Ihre Form. Runde Brillanten funkeln am stärksten und wirken klassisch, kosten aber mehr. Ovale, Kissen- oder Smaragdformen bieten oft mehr Grösse für Ihr Budget und einen eigenständigeren Look.

4. Bestehen Sie auf einem Zertifikat. Ein Gutachten eines unabhängigen Labors wie IGI, GIA oder HRD Antwerp bestätigt die Qualität Ihres Diamanten. Jeder Arter-Diamant ab 0,50 ct wird mit einem eigenen IGI-Zertifikat geliefert.

Häufige Fragen zu den 4 C

Welches der 4 C ist bei Diamanten am wichtigsten?

Der Schliff gilt allgemein als das wichtigste der 4 C, da er Brillanz und Gesamtwirkung eines Diamanten am stärksten beeinflusst. Welches C für Sie am wichtigsten ist, bleibt aber letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Was ist die beste Kombination der 4 C?

Die eine «beste» Kombination gibt es nicht, denn sie hängt von persönlichen Vorlieben und vom Budget ab. Für die schönste Wirkung empfehlen viele Fachleute jedoch einen exzellenten Schliff, eine Farbe zwischen G und J, eine Reinheit zwischen VS1 und SI1 und das höchste Karatgewicht, das Ihr Budget zulässt. So erhalten Sie meist einen Diamanten, der für das blosse Auge farblos und ohne sichtbare Einschlüsse ist, wunderschön funkelt und möglichst gross wirkt.

Was ist ein Diamant?

Ein Diamant ist kristallisierter Kohlenstoff, der unter extremem Druck und extremer Hitze entsteht, entweder im Labor oder über Milliarden von Jahren tief im Erdinneren. Er ist das härteste bekannte Material und wird für seine aussergewöhnliche Härte (10 auf der Mohs-Skala), seine Brillanz und sein Feuer geschätzt.

Was ist ein zertifizierter Diamant?

Ein zertifizierter Diamant wurde von einem unabhängigen Labor bewertet, etwa vom International Gemological Institute (IGI), vom Gemological Institute of America (GIA) oder von HRD Antwerp. 
Das Labor bewertet Schliff, Farbe, Reinheit und Karat und dokumentiert meist auch die Proportionen des Diamanten und eine Skizze seiner EinschlĂĽsse. Jeder Arter-Diamant ab 0,50 ct wird mit einem eigenen IGI-Zertifikat geliefert.

Wie hart sind Diamanten?

Diamanten sind das härteste bekannte Material der Erde. Sie erreichen auf der Mohs-Skala die höchste Härtestufe 10. Deshalb eignen sie sich ideal für den täglichen Gebrauch, als Hauptstein in Schmuck ebenso wie in Verlobungsringen.

Wie viel kostet ein Diamant?

Der Preis eines Diamanten hängt stark von Seltenheit und Qualität ab. Diamanten mit besserem Schliff, besserer Farbe oder Reinheit oder mit höherem Karatgewicht sind seltener und daher teurer. Labordiamanten sind weniger selten als natürliche Diamanten und deshalb günstiger.

Wie werden Diamanten eingestuft?

Diamanten werden nach einer vom Gemological Institute of America (GIA) entwickelten Skala bewertet, die Schliff, Farbe, Reinheit und Karat berücksichtigt. Diese 4 C gelten weltweit als Standard, um die Qualität eines Diamanten zu beschreiben und zu bestimmen:

  • Schliff: Excellent, Very Good, Good, Fair, Poor (bzw. Ideal, Very Good, Fair, Poor bei einem IGI-Zertifikat) 
  • Farbe: D bis Z, wobei D farblos ist und Z eine deutliche gelbe oder bräunliche Tönung zeigt 
  • Reinheit: FL (lupenrein), IF (innen lupenrein), VVS1–VVS2 (sehr, sehr kleine EinschlĂĽsse), VS1–VS2 (sehr kleine EinschlĂĽsse), SI1–SI2 (kleine EinschlĂĽsse), I1–I3 (deutliche EinschlĂĽsse) 
  • Karat: Gewichtseinheit, wobei 1 Karat = 0,2 Gramm

Wie selten sind Diamanten?

Diamanten in Edelsteinqualität sind nach wie vor selten, denn die meisten Rohdiamanten aus Minen sind von geringer Qualität und werden nur industriell genutzt.

Wie funktionieren Diamanttester?

Diamanttester sind Handgeräte, die messen, wie ein Stein Wärme oder Strom leitet. Labordiamanten sind echte Diamanten, deshalb erkennt ein herkömmlicher Tester sie als Diamanten.

FĂĽr welchen Monat ist der Diamant der Geburtsstein?

Der Diamant ist der traditionelle Geburtsstein des Monats April. Ausserdem ist er das klassische Geschenk zur diamantenen Hochzeit (60 Jahre) und zum 75. Hochzeitstag, als Symbol für die beständige Stärke einer langen Beziehung.

Was bedeutet Diamant-Akzent?

Ein Diamant-Akzent ist ein kleiner Diamant entlang der Ringschiene oder in der Fassung von Verlobungsringen, Eheringen oder feinem Schmuck. Als Akzente gelten im Allgemeinen alle Diamanten neben dem Hauptstein eines SchmuckstĂĽcks.

Was bringt einen Diamanten zum Funkeln?

Das Funkeln eines Diamanten entsteht durch drei optische Effekte:

  • Brillanz: das weisse Licht, das vom Inneren und von der Oberfläche des Diamanten reflektiert wird 
  • Feuer: die regenbogenfarbenen Lichtblitze, die entstehen, wenn das Licht in seine Spektralfarben zerlegt wird 
  • Szintillation: das Spiel von hellen und dunklen Flächen und die Lichtblitze, wenn sich Diamant, Lichtquelle oder Betrachter bewegen 

Diese Effekte hängen vor allem von der Schliffqualität ab. Ein gut geschliffener Diamant hat präzise Winkel und Proportionen, die möglichst viel Licht durch die Krone (die Oberseite) zurückwerfen. Fällt Licht in den Diamanten, wird es an den inneren Facetten reflektiert und tritt oben wieder aus, wodurch das typische Funkeln entsteht. Bei einem schlechten Schliff entweicht das Licht durch die Unterseite oder die Seiten, und das Funkeln nimmt deutlich ab.

WofĂĽr stehen Diamanten?

Diamanten stehen für den Geburtsmonat April und symbolisieren der Überlieferung nach Stärke, Liebe und Gesundheit. Deshalb sind sie besonders bedeutungsvolle Edelsteine für die wichtigen Momente im Leben.

Was ist ein Melee-Diamant?

Ein Melee-Diamant ist ein sehr kleiner Diamant, der in die Fassung eines feinen SchmuckstĂĽcks eingesetzt wird.

Was ist ein behandelter Diamant?

Ein behandelter Diamant wurde nach dem Schleifen bearbeitet, etwa durch Laserbohrung oder RissfĂĽllung, um seine Reinheit oder Farbe zu verbessern. Arter verwendet keine reinheitsbehandelten oder rissgefĂĽllten Diamanten.